... die Altendorfer Hornsteinplatte ...

 

Schon Männern wie Edelsteininspektor FRENZEL und HEINRICH COTTA war bekannt, daß man auf den Feldern von Chemnitz - Altendorf Hornstein finden konnte und bereits ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts erfolgten wissenschaftliche Bearbeitungen (GEINITZ 1872; STERZEL 1878, 1880) des seit dem 18. Jahrhundert bekannten Vorkommens westlich von Chemnitz. Die Zeiten, in denen man diese begehrten Silizite von den Feldern einfach absammeln konnte, sind jedoch lange vorbei. Dieses Gebiet ist jetzt weiträumig überbaut und liefert kaum noch Funde. Dennoch war es in letzter Zeit glücklicherweise gleich zweifach möglich, den Hornstein in temporären Aufschlüssen im Anstehenden zu studieren. Die Vermutung, der Hornstein befinde sich wie die Hilbersdorfer Kieselhölzer an der Basis des Zeisigwaldtuffes, konnte dabei nicht bestätigt werden. Im Gegenteil! Es konnte erstmals sicher nachgewiesen werden, daß er sich am Top desselben befindet. Danach waren die fossilen Reste, welche sich im und auf dem Hornstein tummeln, weniger die Opfer einer Vulkankatastrophe, als vielmehr tapfere Pioniere, welche sich nach der Eruption zu behaupten hatten. Die Genese des Hornsteins selbst ist noch nicht abschließend geklärt, aber es deuten viele Indizien auf eine nahezu autochthone Entstehung in flachen, kieselsäurereichen Tümpeln hin.

 
 

temporäre Aufschlüsse in der Albert Schweitzer Straße
in den Jahren 2001/2002

Deckflächen Altendorfer Hornsteine

Details von Deckflächen

P138Ho, Hornstein mit Pflanzenachsen

aus der Literatur...

Anschliffe Altendorfer Hornsteine

 

Beobachtungen

Ausstellungen zum Thema fossilführende Hornsteinen

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