Ausstellungen zum Thema

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Fossilführende Hornsteine erfreuen sich anscheinend zunehmender Beliebtheit. Dieses wird nicht nur durch die Sammelleidenschaft einer wachsenden Schar von Begeisterten deutlich, sondern auch durch die zunehmende Zahl an öffentlich zugänglichen Ausstellungen. Einige wenige Museen haben Kieseltorfe schon einige Zeit im dauerhaften Programm, andere greifen das Thema in Sonderausstellungen auf. Im Folgenden sollen diese für uns sehr erfreulichen Aktivitäten übersichtlich aufgezeigt werden.

Bei Bedarf wird diese Seite aktualisiert, dennoch sollte beachtet werden, daß die Sonderausstellungen einiger Einrichtungen relativ zügig wechseln. Für tagaktuelle Informationen (auch zu Öffnungszeiten und Entrittspreisen) sind die angegebenen Internetpräsenzen der Museen empfehlenswert. Angaben zu vergangenen Ausstellungen werden nicht gelöscht um den "Siegeszug" der fossilführenden Hornsteine zu dokumentieren.

 

 
 

"Ein Wald edler Steine - Geschenk der Vulkane / Das Sterzeleanum" Daueraustellung in Chemnitz

Informationen im Internet: http://www.naturkunde-chemnitz.de

An der ständigen Ausstellung des Chemnitzer Museums kommt der Rotliegend-Interessierte nicht vorbei. Die verkieselten Pflanzenachsen aus dem Zeisigwaldtuff sind wegen ihrer vorzüglichen Erhaltung, Artenvielfalt und Farbenpracht weltberühmt geworden. Heute wird das Sterzeleanum im 2004 eröffneten Haus Tietz präsentiert. Schon im Lichthof erwarten den Besucher die Giganten der Sammlung, jedoch hält die Ausstellung noch weit mehr Sehenswertes bereit. Ob Vulkanausbruch oder sprechende Steine, es gibt viel zu entdecken. Die gleichzeitig laufenden naturkundlichen, mineralogischen oder paläontologischen Sonderausstellungen sind ebenfalls sehr sehenswert.

Schon im alten Domizil, dem König-Albert-Museum am Theaterplatz wurden fossilführende Hornsteine gezeigt. Die historischen Stücke stammen vor allem aus dem Erzgebirge- und dem Döhlener Becken, viele davon hatten sogar schon STERZEL und GEINITZ vor der Linse! Ergänzend sind nun auch Funde der letzten Jahre hinzugekommen. Vor allem pflanzenführende Silizite aus dem nordwestsächsischen Raum werden in zwei zusätzlichen Pultvitrinen präsentiert. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist der SCHWARZ'sche Madenstein.

Abb.: Der versteinerte Wald von Chemnitz im Foyer des Hauses Tietz (Foto: MfNC).

   

 

 

   

 

Das Museum in Nova Paka

Informationen im Internet: http://www.novapaka.muzeum.cz

Wer das tschechische Riesengebirgsvorland als Reiseziel ausgewählt hat, sollte sich in jedem Falle Zeit nehmen, dieses Museum zu besuchen. Das vergleichsweise unscheinbare Haus beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung fossiler Belege aus dem Permokarbon dieser Region. Dazu gehören nicht nur die bekannten Kieseltorfe und Pflanzenachsen sondern auch Fische, Pflanzenabdrücke und Tierfährten. Ausserhalb des Gebäudes ist einer der größten verkieselten Stämme Europas aus dem Karbon zu bewundern. Sehr zu empfehlen ist auch die Ausstellung wundervoller Achate aus privaten Sammlungen in der oberen Etage. Die Gewinnung und Veredelung dieser Schmuckstücke hat eine lange Tradition in der Region.

Verkieselte Hölzer und Hornsteine wurden in den letzten Jahren unter neuer Führung des Museums eingehender untersucht und die Ausstellung entsprechend verändert. Erfreulicherweise besteht nun die Möglichkeit eine Fotoerlaubnis zu bekommen. Das liebevoll eingerichtete Heimatmuseum ist sehr sehenswert und fast schon eine Art Mekka für den Hornsteinfreund!

Abb.: Verkieselte Achse in der Ausstellung (Foto: Museum Nova Paka).

 

 

 

 

Kreidemuseum Gummanz auf der Insel Rügen

Informationen im Internet: http://www.kreidemuseum.de

Als Hornsteinliebhaber kommt man an Feuerstein (oder auch Flint) nicht vorbei. In südlicheren Gefilden lassen sich die marin gebildeten, oft fossilführenden Silizite als eiszeitlich verfachtete Gerölle finden. Primär stammen diese aus dem Ostseeraum, wo mächtige Kreideablagerungen regelrechte Flintlagen enthalten. Besonders ein Urlaub auf der Insel Rügen eignet sich ausgezeichnet für das Studium dieser Steine und seiner Fossilien. Die Steilküsten halten für den Sammler jede Menge Material bereit, trotz der vielen Touristen, welche im Sommer auf der Insel verweilen.

Seit kurzem muss man Rügen nicht mehr verlassen, um sich eingehend über Kreidefossilien zu informieren. Das junge Kreidemuseum Gummanz widmet sich neben der Historie der Kreidegewinnung auch der Feuersteinentstehung und der Paläontologie. Hier können die Strandfunde verglichen werden und preiswerte Bestimmungsliteratur ist an der Museumskasse erhältlich. Sehr angenehm ist auch der Umstand, dass man sich das Museumserlebnis quasi "erwandert". Alles in allem ein empfehlenswerter Ausflugsort nicht nur für Freunde fossilführenden Hornsteins.

Abb.: "Der kleine Königsstuhl" im Freilichtgelände des aufgelassenen Kreidebruches Gummanz.

   

 

 

   

Kieseltorf zum Anfassen

Ausstellungsdauer 13. Januar - 24. Februar 2008
http://www.deutsches-stuhlbaumuseum.de

Unter dem Motto „Bewahrt für die Ewigkeit? Holz und anderes im Stein“ gibt es im kleinen Museum der kleinen Stadt Rabenau im Rahmen der Schau „Kreatives Rabenau“ eine kleine Ausstellung mit großen und kleinen Kieselhölzern und fossilführenden Hornsteinen, vorwiegend aus dem Döhlener Becken bei Dresden (Unter-Rotliegend), alles Funde aus den letzten 20 Jahren. Den Exponaten sind erläuternde Texte und teils auch Fotos mit vergrößerten Details zugeordnet.

Die weltweit bedeutendste Fundstelle früher Landpflanzen, Rhynie in Schottland, wird durch Hornstein-Fundstücke repräsentiert, von denen einige wegen ihrer Größe oder Qualität in Kontinental-Europa einmalig sind.

Abb.: Stuhlbaumuseum in Rabenau

 

 

 

 

"Bandjaspis und fossile Hölzer" im Mauritianum Altenburg

Ausstellungsdauer: 16. August - 31. Dezember 2007
Informationen im Internet: http://www.mauritianum.de

Die Kiesgrube Nobitz bei Altenburg erbrachte in den letzten Jahren eine vielzahl recht spektakulärer Funde. Neben eher seltenen verkieselten Einzelachsen waren es vor allem Hornsteine mit teils sehr gut erhaltenen Resten, welche geborgen werden konnten. Der Altenburger PETER BAUM stellte in dieser Sonderausstellung die Ergebnisse seiner bisherigen Sammeltätigkeit vor.

Anhand dieser Ausstellung wurde deutlich, wie divers die bisher unveröffentlichte Rotliegendflora von Nobitz eigentlich ist. Sehenswert! Schön ist auch, dass nachträglich eine Dokumentation der Schau in öffentlich zugänglichen Rechnern erfolgt. So kann der Besucher, welcher die Sonderausstellung verpasst, noch einmal einen Blick auf Fotos der Stücke werfen.

Abb.: Das Mauritianum in Altenburg

 

   

 

 

   

"Blumengebirge - ein fossiles Herbarium" Sonderausstellung in Dresden

Ausstellungsdauer: 28. Mai 2005 - 22.Juni 2007
Informationen im Internet: http://www.snsd.de

Heute sind die Ausstellungsmöglichkeiten des traditionsreichen Museums für Mineralogie und Geologie Dresden begrenzter denn je. Umso erfreulicher war es, daß eine solche Sonderausstellung möglich wurde. Immerhin haben die Sammlungen Herausragendes zu bieten. Es sind die fantastisch erhaltenen Funde aus den feinen Tuffen des Döhlener Beckens, welche im Dresdner Zwinger präsentiert wurden. Auch Rekonstruktionen von Pflanzen und Tieren veranschaulichten dem Besucher die Lebewelt des Rotliegenden.

Das allein war schon Grund genug für einen Besuch, denn die dreidimensional erhaltenen Pflanzenreste lassen sich gut mit unseren Hornsteinfunden vergleichen. Doch die Schau hielt auch Kieseltorfe für den Besucher bereit. Neben einer Scheibe des SCHWARZ'schen Madensteins wurden weitere einzigartige Stücke gezeigt.

Abb.: Offizielles Logo der Sonderausstellung des Museums für Mineralogie und Geologie Dresden.

 

 

 

 

"Zauber der Mineralienwelt & Versunkene Wälder" Sonderausstellung in Dessau

Ausstellungsdauer: 26. Juni - 23. Oktober 2005
Informationen im Internet: http://www.mv-sachsen-anhalt.de

Die ständige Ausstellung des Dessauer Museums kann sich sehen lassen. Neben naturkundlichen, vorgeschichtlichen und Mineralien - Exponaten ist vor allem die Fossilienschau im Turm des Hauses beeindruckend. Mit jeder Treppenstufe bewegt sich der Besucher ein Stück durch die bemerkenswert gut veranschaulichte Erdgeschichte. Leider ist dieser Bereich mangels Personal nur zeitweise geöffnet.

In der Sonderausstellung wurden neben interessanten verkieselten Pflanzenachsen aus der Kollektion eines Wittenberger Sammlers auch einige fossilführende Hornsteine gezeigt. Diese stammen aus meiner Sammlung und stellen anhand Ihrer Größe und Inhalte geeignete Museumsstücke dar. Es handelt sich um Belege vor allem aus dem sächsischen Raum, jedoch auch aus Tschechien und Ungarn.

Abb.: Das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau in der Askanischen Straße.

   

 

 

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