... Hornstein aus der Tongrube Hainichen ...

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Die bekannten und recht häufig zu findenden bräunlichen Dadoxylonbruchstücke sind teils gut zellerhalten, seltener auch etwas farbernfroher. Andere Stücke zeigen ihre Holznatur nur noch durch ihre äußere Gestalt, die Zellen sind dann durch schon recht ansehnliche Quarzkristalle zerstört. Der hier gezeigte Hornstein hat dieses "Problem" nicht. Aber es sind andere Hornsteine zu finden, in denen sich achatische Bildungen und auch kristalline Zonen befinden. Die enthaltenen fossilen Reste sind dann jedoch nur sehr schlecht überliefert. Auch scheint der Verkieselungsgrad um einiges zu schwanken, was einen Anschliff zum Beispiel erschwert.

Leider konnten bisher keine "traditionell" verkieselten Achsen von Bärlappen, Farnen, Farnsamern oder Schachtelhalmen von dieser Lokalität nachgewiesen werden, so daß die gezeigten Stücke große Ausnahmen bilden dürften. In einer außerordentlich guten Qualität (teils sogar Zellerhaltung), welche teilweise an gute Stücke aus Freital/Burgk erinnert, sind fertile Farnblättchen samt Sporangien, Wedelstiele, kompaktierte Farnachsen (Wurzelmantel und Zentrum) sowie einiges Ungedeutetes (z.b. Achse) sichtbar. Genauere Untersuchungen zur Herkunft der Silizite, zu den fossilen Inhalten in den Hornsteinen, sowie eine Beschreibung dieses einen besonderen Fundes stehen noch aus.

Gefunden wurden die beiden Stücke übrigens im Jahr 2000. Es waren Teile eines schon zerschlagenen, recht grossen Blockes wenn ich mich recht erinnere. Fehlinterpretiert als Kieselholz landeten die Stücke zuerst im Rucksack. Später wurden die "enttäuschenden" Stücke im Garten zwischengelagert und verschönerten schließlich sogar eine Blumenrabatte. Wo ich sie auch wiederfand ... 2002, diesmal mit dem Wissen, wonach es sich wirklich zu suchen lohnt. 8)>

 
 

Tongrube Hainichen

P151Ho, Hornstein mit Psaroniusachsen

 

P152Ho, Hornstein mit Pflanzenresten

     
   

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